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Dorfkirche:
Die Frauenhagener Kirche ist ein mittelalterlicher Feldsteinbau mit eingezogenem Chor. Die Westseite ziert ein abgestuftes Spitzbogenportal, eine bemerkenswerte Handwerksarbeit in Granitstein.
Über den Bau gibt es keine Datierungen. Aus dem Baustil, der Steinbearbeitung und der Bauausführung wird als Zeit des Baus 1220 bis 1230 angenommen. Die in der Ursprünglichkeit erhaltenen schmalen Fenster und dicken Mauern boten in der Zeit kriegerischer Auseinandersetzungen, die in dieser Grenzregion Brandenburg und Pommern stattfanden, Schutz.
Durch den Dreißigjährigen Krieg verschwanden vermutlich die letzten Einrichtungsstücke der Frühzeit, 1638 war die Kirche völlig zerstört. In der 2. Hälfte des 17. Jh. wurde das Gotteshaus wieder aufgebaut.
Die Kirche hatte zum Zeitpunkt der Errichtung keinen Turm. Er wurde erst später in Holzbauweise mit drei sich verjüngenden Stockwerken errichtet. "Der schönste und zugleich höchste dieser Holztürme - er mag 150 -160 Fuß hoch sein - steht in Frauenhagen" wird in historischen Schriften berichtet Der sich heute über den schönen Feldsteinbau erhebende massive Turm, ist ein Nachbau des einstigen Holzturmes, der 1913 durch Blitzschlag abbrannte. Bei diesem Feuer wurde die Kirche bis auf die Grundmauern zerstört. Ein kostbarer geschnitzter Altar aus dem Jahr 1702 fiel den Flammen zum Opfer.
Heute kann der Besucher in der 1916 wieder aufgebauten Kirche nur noch wenig aus früherer Zeit finden: ein Taufbecken, Taufstein, Kruzifix, eine Altardecke, eine Kanzelbibel und ein Lutherbild.
Die aus jüngerer Zeit stammende Einrichtung beeindruckt durch Schönheit im Detail. Der Altartisch und der Aufbau wurden aus Eichenholz gefertigt. Der segnende Christus (nach Thorwaldsen) steht im Mittelpunkt des Altars. Fürstin Viktoria von Redern hat diesen kunstvollen Altar 1916 der Kirche
bei der Einweihung zum Geschenk gemacht.
In der Gestaltung der Kirchenfenster unterscheiden sich die drei Altarfenster durch unterschiedliche Glasmalereien. Das rechte wurde von der Gräfin gestiftet und trägt das Wappen der Familie von Redern und das mittlere, gestiftet von der Kirchengemeinde, zeigt das Christusmonogramm. Das linke Altarfenster wurde vom Patronat der Muttergemeinde Biesenbrow, dem Fürsten von Anhalt gestiftet und enthält deshalb auch dieses Wappen. Die Orgel von 1915 wurde vom Eberswalder Orgelbaumeister Kienscherf erbaut.

 

Kriegerdenkmal:
Errichtet wurde das Denkmal 1928 zur Erinnerung an die im 1. Weltkrieg gefallenen Einwohner des Ortes.
 

Dorfbrunnen:
2002 wurde im Zuge der Erneuerung der Dorfstraße mitten im Dorf ein herrliches Plätzchen geschaffen. Ein schöner Brunnen und Bänke laden zum Verweilen ein.

 



Wildtiergehege:
Direkt neben dem Sportplatz befindet sich ein naturnah belassenes Freigehege mit einem Damwildbestand.
  


Breitenteicher Mühle:

Diese Mühle, die bis 1977 in Betrieb war, liegt an der Welse am Rande einer faszinierenden Bruchlandschaft, die als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist.
Im Mittelalter gehörte die Mühle zur Herrschaft des in der Region ansässigen Geschlechts von Greiffenberg. Ab Beginn des 18. Jh. waren verschiedene Müller Eigentümer.
Im Wohnhaus der Mühle wurde der berühmte Sohn des Ortes der Indologe Prof. Dr. Emil Sieg als Sohn des Landwirts und Müllers Julius Ferdinand Sieg geboren.
Heute ist das Wohnhaus der Mühle Eigentum der Künstlerfamilie Werdin.
Sie beherrscht das seltene Handwerk des Marionettenbauens. Ihre aus Lindenholz geschnitzten Puppen und Marionetten sind bundesweit bekannt und von vielen Theaterbühnen nicht mehr weg zu denken.
Die Abgeschiedenheit der Breitenteicher Mühle mitten in der Natur bietet Ihnen den Freiraum und die Inspiration für ihr künstlerisches Schaffen.

 

 

Ziethen - Mühle:

Heute sind nur noch Reste und Gebäudeteile der einstigen Anlage in einem faszinierenden Naturraum zu erkennen. Die Mühle an der Welse wurde bereits 1375 in historischen Dokumenten erwähnt. Auch sie gehörte einst der Herrschaft derer von Greiffenberg, später war sie Eigentum verschiedener Müller.
Der Mühlenbesitzer und Amtmann Martin Unverdroß hat diesen Siedlungsraum am nachhaltigsten verändert. 1858 erbaute er ein Wohnhaus im Stil eines märkischen Herrenhauses. Es war Mittelpunkt eines beeindruckenden Ensembles bestehend aus einer Parkanlage mit Eiskeller und Aalfang, Wohnungen für Bedienstete, Stallungen, Wirtschaftsgebäude und der historischen Mühle.
Der letzte Besitzer nutzte die Mühle bis 1953.